Das Praxisverwaltungssystem (PVS) ist das operative Herzstück jeder Arztpraxis. Es begleitet jeden Patienten vom ersten Termin bis zur Abrechnung. Es trägt die Dokumentation, steuert die TI-Anbindung, bildet die Grundlage für jede KV-Einreichung. Wenn es gut konfiguriert ist, beschleunigt es alles. Wenn es schlecht eingerichtet ist oder nicht zu den Abläufen der Praxis passt, bremst es täglich – oft ohne, dass jemand den genauen Grund benennen kann.
Wir beraten, migrieren und optimieren Praxisverwaltungssysteme mit dem Ziel, dass das PVS die Praxis trägt und nicht umgekehrt. Das bedeutet, schnellere Abläufe, weniger Fehler in der Abrechnung und mehr Kontrolle über das, was täglich passiert.
Schnellere Abläufe Vom Termin über die Aufnahme bis zur Dokumentation: Jeder unnötige Klick, jede redundante Eingabe und jede Medienunterbrechung kostet Zeit. Wir analysieren Ihre tatsächlichen Arbeitsabläufe und optimieren die technischen Prozesse so, dass Daten dort landen, wo sie gebraucht werden – ohne Umwege, ohne doppelte Erfassung.
Weniger Fehler Fehler in der Abrechnung entstehen selten aus Nachlässigkeit, meistens durch fehlende Strukturen. Klare Pflichtfelder, sinnvolle Plausibilitätsprüfungen und saubere Prozessketten sorgen dafür, dass Fehlerquellen systematisch beseitigt werden – nicht durch mehr Aufmerksamkeit, sondern durch bessere Konfiguration.
Bessere Abrechnung KV-, GOÄ- und IGeL-Leistungen werden strukturiert abgebildet – mit klaren Ziffernlogiken, korrekten Diagnoseverkettungen und vollständig aktivierten Chronikerförderungen. Honorar, das Ihrer Praxis zusteht, geht nicht verloren, weil eine Einstellung fehlt oder eine Pauschale nicht aktiviert wurde.
Volle Transparenz Tagesabschlüsse, OP-Listen und Storno-Kontrollen geben Ihnen und Ihrem Team jederzeit den Überblick über den Abrechnungsstand. Kein Raten oder Nachrecherchieren am Quartalsende.
Sichere Qualität durch Audits Regelmäßige Stichproben, strukturierte Korrekturworkflows und kontinuierliche Optimierung stellen sicher, dass die Qualität nicht nach dem Start wieder absinkt – sondern sich mit der Praxis weiterentwickelt.
Am Anfang steht das genaue Hinschauen. Wir analysieren Ihre Leistungspfade, typischen Klickwege und Abrechnungsquoten: Wo läuft es noch nicht optimal? Wo geht Zeit verloren? Welche Leistungen werden konsistent nicht oder falsch abgerechnet? Welche Systemfunktionen werden nicht genutzt, obwohl sie vorhanden wären? Diese Analyse ist die Grundlage für alle weiteren Schritte – und sie liefert meistens schon konkrete Hinweise.
Auf Basis der Analyse entwickeln wir ein Zielbild: Bleibt das bestehende PVS mit optimierter Konfiguration die richtige Lösung oder ist ein Systemwechsel sinnvoll? Falls ein Wechsel in Frage kommt, erstellen wir eine ergebnisoffene Shortlist geeigneter Systeme – bewertet nach Fachrichtung, Praxisgröße, Plattform und den spezifischen Anforderungen Ihres Teams. Dazu kommen eine Modulstrategie und ein realistischer Migrationspfad mit klaren Meilensteinen.
Ein PVS-Wechsel ist kein einfacher Datenexport. Patientenstammdaten, Karteien, Abrechnungshistorien, Befunde, Laborwerte, Formulare – alles muss vollständig und korrekt übertragen werden. Wir prüfen die Datenqualität vor der Migration, führen eine Testkonvertierung mit echten Daten durch und prüfen alle Schnittstellen: TI-Anbindung, KIM-Integration, Laboranbindung, Medizingeräte. Für jeden Wechsel gibt es einen definierten Fallback-Plan, damit im Ernstfall klar ist, was zu tun ist.
Technik, die das Team nicht beherrscht, hilft niemandem. Wir entwickeln ein Rollen- und Berechtigungskonzept, das Zugriffsrechte sinnvoll abbildet, und schulen alle Nutzergruppen praxisnah – nicht anhand von Handbüchern, sondern anhand der echten Abläufe Ihrer Praxis. Der Start wird begleitet: In den ersten Tagen und Wochen sind wir schnell erreichbar, um Fragen zu beantworten und kleine Korrekturen sofort umzusetzen.
Nach dem Go-Live beginnt die eigentliche Arbeit. Abrechnungsmuster ändern sich, der EBM wird aktualisiert, neue Funktionen werden verfügbar. Wir begleiten Updates, passen Konfigurationen an und führen regelmäßige Wartungszyklen durch. Auf Wunsch richten wir Dashboards ein, die Ihnen und Ihrer Praxisleitung einen kontinuierlichen Überblick über Abrechnungsstand und Systemperformance geben.
Wir kennen die führenden Systeme nicht aus Prospekten, sondern aus dem Installationsalltag in Arztpraxen. Wir wissen, wo die Stärken liegen, wo die Konfigurationsfallen stecken und welches System zu welcher Praxis passt. Diese Einschätzung geben wir ehrlich weiter, ohne Herstellerbindung.
Die meisten IT-Dienstleister konfigurieren ein PVS und übergeben es. Wir gehen weiter: Abrechnungsoptimierung, korrekte Ziffernlogik und die Integration von Analysewerkzeugen gehören für uns zum Leistungsumfang. Denn eine stabile IT, die Honorar verschenkt, ist keine vollständige Lösung.
Datenmigration, TI-Anbindung, Schnittstellenprüfung, Schulung, begleiteter Start – wir übernehmen den gesamten Wechselprozess aus einer Hand. Kein Koordinieren zwischen mehreren Dienstleistern, kein Datenverlust, kein unbegleiteter Go-Live.
Nein. Ein Wechsel ist aufwändig und kostet neben Nerven auch Zeit und Geld. Wenn das bestehende System grundsätzlich passt, aber schlecht konfiguriert ist, ist eine Optimierung der bessere Weg. Wir empfehlen einen Wechsel nur dann, wenn das System strukturell nicht mehr zu den Anforderungen der Praxis passt – und begründen das konkret.
Bei gut vorbereiteten Wechseln rechnen Sie mit zwei bis drei Arbeitstagen für die eigentliche Migration. Die Vorbereitung – Analyse, Testkonvertierung, Schulung – nimmt je nach Ausgangssituation zwei bis vier Wochen in Anspruch. Größere Praxen und MVZ planen wir individuell.
Ja. Wir integrieren Honorar+Plus als Analysewerkzeug für die KV-Probeabrechnung und weisen Ihr Team in die Nutzung ein. Das Werkzeug zeigt in Sekunden, welche Leistungen streichungsgefährdet sind, welche nicht abgerechnet wurden und wo Codierfehler stecken – PVS-unabhängig, für alle humanmedizinischen Fachgruppen.
Ja. Wir sind herstellerunabhängig in der Beratung und haben Erfahrung mit verschiedenen PVS-Systemen. Wenn ein bestehendes System gut funktioniert, betreuen wir es – unabhängig davon, ob wir es selbst empfohlen hätten.