Die Telematikinfrastruktur ist das digitale Rückgrat der niedergelassenen Medizin. Ohne funktionierende TI-Anbindung kein eRezept, keine eAU, keine ePA – und damit verbundene Honorarabzüge, die sich über ein Quartal erheblich summieren. Gleichzeitig entwickelt sich die TI kontinuierlich weiter: Neue Anwendungen kommen hinzu, Zertifikate laufen aus, Konnektoren erreichen ihre Laufzeitgrenzen, die gematik modernisiert die gesamte Infrastruktur mit TI-2.0.
Wir installieren, konfigurieren und betreiben Ihre TI-Komponenten vollständig: Konnektor oder TI-Gateway, Kartenterminals, Praxisausweise, Heilberufsausweise und Zertifikate. KIM-Kommunikation, eRezept-Anbindung und ePA-Betrieb richten wir gemäß den aktuellen Spezifikationen der gematik und den operativen Hinweisen der KBV ein – dokumentiert, gewartet und auf aktuellem Stand. Alles aus einer Hand, mit einem Ansprechpartner, der den Überblick behält.
TI-2.0 im Blick Die gematik modernisiert die Telematikinfrastruktur grundlegend. Das RSA-Verschlüsselungsverfahren, auf dem viele ältere Konnektoren basieren, wird durch ECC (Elliptic Curve Cryptography) abgelöst. Konnektoren, die ECC nicht unterstützen, verlieren ihre Gültigkeit – ohne Ausnahme, ohne Übergangsfrist. Wir prüfen Ihre Komponenten, Zertifikate und Upgrade-Pfade frühzeitig und begleiten den Wechsel, bevor Fristen zur Belastung werden.
TI‑2.0 im Blick
Kryptographie‑Umstellungen und neue Architekturprinzipien erfordern planvolles Handeln – wir prüfen Komponenten, Zertifikate und Upgrades, damit Ihr Betrieb 2026+ reibungslos bleibt.
Wir installieren und warten lokale Konnektoren aller gängigen Hersteller – Secunet, Rise, CGM – und begleiten den Wechsel auf ein TI-Gateway, wenn das für Ihre Praxis die wartungsärmere und zukunftssicherere Lösung ist. Als zertifizierter DVO (Dienstleister vor Ort) und DGN-Partner sind wir für beide Wege qualifiziert. Die Entscheidung, welcher Weg passt, treffen wir gemeinsam – auf Basis Ihrer Praxisgröße, Ihres bestehenden Setups und Ihrer Anforderungen an den Wartungsaufwand.
KIM ist die sichere, zertifizierte E-Mail der Telematikinfrastruktur – und für die eAU-Übermittlung bereits verpflichtend. Wir richten KIM-Konten ein, integrieren sie in Ihr PVS und stellen sicher, dass die eAU-Übermittlung, der eArztbrief und alle weiteren KIM-Anwendungen zuverlässig funktionieren. Wer KIM noch nicht aktiv nutzt oder Probleme mit der Konfiguration hat, verliert täglich Effizienz – und beim eArztbrief auch Vergütung.
Seit Januar 2024 ist das elektronische Rezept für GKV-Versicherte verpflichtend. Wir stellen sicher, dass Ihr PVS und Ihre TI-Anbindung eRezepte korrekt ausstellen können – einschließlich der Anbindung an die gematik-Fachdienste und der Prüfung auf korrekte Konfiguration im laufenden Betrieb.
Seit 2025 ist die ePA für alle gesetzlich Versicherten aktiv, die nicht widersprochen haben. Arztpraxen sind verpflichtet, die technischen Voraussetzungen für die ePA-Nutzung nachzuweisen – fehlende ePA-Fähigkeit kostet ein Prozent des Honorars. Wir stellen sicher, dass Ihr PVS und Ihre TI-Anbindung ePA-konform konfiguriert sind und dass Ihr Team weiß, wie Dokumente korrekt in die Akte eingestellt werden.
Heilberufsausweise (eHBA), Praxisausweise (SMC-B) und Konnektorzertifikate haben begrenzte Laufzeiten. Wir behalten diese Fristen im Blick, weisen rechtzeitig auf auslaufende Zertifikate hin und koordinieren die Erneuerung – bevor ein abgelaufenes Zertifikat den TI-Betrieb unterbricht.
Neben KIM brauchen Praxen eine DSGVO-konforme Lösung für die allgemeine E-Mail-Kommunikation. Wir richten verschlüsselte E-Mail-Dienste ein und sorgen für revisionssichere Archivierung nach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen – automatisiert, ohne manuellen Aufwand.
Das klassische Faxgerät gehört in vielen Praxen noch zum Alltag – aber nicht mehr zwingend als Gerät. Rechtssicherer Dokumentenversand per E-Fax ersetzt das Faxgerät vollständig: Dokumente werden direkt aus dem PVS oder per E-Mail als Fax verschickt und empfangen, ohne physisches Gerät, ohne Papier, ohne Wartungsaufwand.
Dokumente, die eine Unterschrift erfordern – Einwilligungserklärungen, Überweisungen, interne Freigaben – können mit rechtkonformen digitalen Signaturen versehen werden. Das spart Papier, beschleunigt Abläufe und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Signatur nach eIDAS.
Online-Terminbuchung, automatische Erinnerungen per SMS oder E-Mail, digitale Patientenformulare vor dem ersten Besuch – diese Bausteine entlasten den Empfang spürbar und verbessern gleichzeitig die Erreichbarkeit für Patienten. Wir integrieren diese Lösungen in Ihr bestehendes PVS und stimmen sie auf Ihre Abläufe ab.
Moderne Telefonielösungen mit intelligentem Sprachdialog – einschließlich KI-Telefonassistenz – nehmen Anrufe entgegen, kategorisieren sie und leiten sie weiter oder buchen Termine direkt in den Praxiskalender. Das reduziert Unterbrechungen am Empfang und stellt sicher, dass kein Anruf unbeantwortet bleibt.
Nicht jeder IT-Dienstleister darf TI-Komponenten installieren und in Betrieb nehmen. Als zertifizierter Dienstleister vor Ort (DVO) und DGN-Partner sind wir für die vollständige TI-Installation und -betreuung qualifiziert – von der Erstanbindung über Zertifikatserneuerungen bis zur TI-2.0-Migration.
TI-Betrieb berührt Konnektor, PVS, Kartenterminals, Zertifikate, KIM-Konto und gematik-Fachdienste gleichzeitig. Wenn diese Bausteine von verschiedenen Dienstleistern betreut werden, entstehen Zuständigkeitslücken – meistens an der ungünstigsten Stelle. Wir verantworten die gesamte TI-Architektur Ihrer Praxis und haben jederzeit den vollständigen Überblick.
TI-Fristen überraschen Praxen regelmäßig – weil Konnektor-Laufzeiten, Zertifikatsabläufe und neue Pflichtanwendungen nicht von selbst auf dem Radar auftauchen. Wir informieren Sie rechtzeitig und planen Maßnahmen so, dass Sie nie unter Zeitdruck handeln müssen.
Ihr Konnektor verliert die Fähigkeit, sich mit der TI zu verbinden. Das bedeutet: Kein eRezept, keine eAU, keine ePA, kein VSDM. Die KV verhängt Honorarabzüge – ohne Übergangsfrist. Je nach Praxisgröße kann das im Quartal erhebliche Summen bedeuten. Deshalb lohnt es sich, die eigene Konnektor-Laufzeit frühzeitig zu kennen.
Beides ist möglich. Ein lokaler Konnektor, der ECC-fähig ist, kann weiter betrieben werden. Ein Wechsel auf ein TI-Gateway ist für viele Praxen mittelfristig die wartungsärmere Lösung – keine Hardware in der Praxis, keine Firmware-Updates, keine Laufzeitprobleme. Wir beraten Sie auf Basis Ihrer konkreten Situation.
Mit ausreichend Vorlauf – idealerweise sechs Wochen vor Eröffnung – ist eine TI-Erstanbindung gut planbar. Die SMC-B-Karte muss beim Anbieter beantragt werden und hat Lieferzeiten von mehreren Wochen. Wer zu spät beginnt, startet ohne TI – was Honorar kostet und Abläufe erschwert.
Ein KIM-fähiges PVS, ein KIM-Konto bei einem zugelassenen Anbieter und eine aktive TI-Anbindung. Die monatlichen Kosten werden seit 2023 über die TI-Pauschale der KV mitfinanziert. Der Einrichtungsaufwand ist überschaubar – wir erledigen das im Rahmen eines regulären Servicetermins.
Wir prüfen, welchen Konnektor Sie betreiben, ob er ECC-unterstützt, wann seine Laufzeit endet und welche Zertifikate betroffen sind. Daraus ergibt sich ein konkreter Handlungsplan: Konnektortausch, Gateway-Wechsel oder – wenn alles passt – die Bestätigung, dass Sie auf der sicheren Seite sind. Das dauert in der Regel nicht länger als einen Termin.