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Digitalisierung bestehender Praxen

Überblick

Bewährtes bewahren. Veraltetes ersetzen.

Viele Praxen laufen seit Jahren auf derselben IT – und das nicht, weil sie begeistert sind, sondern weil ein Wechsel nach langer Zeit wie ein Berg wirkt, den man lieber umgeht. Die IT läuft irgendwie. Das PVS ist umständlich, aber bekannt. Der Konnektor hat noch ein Jahr Laufzeit. Das Backup existiert – ob es im Ernstfall funktioniert, hat nie jemand getestet.


Das Problem mit gewachsenen IT-Strukturen ist nicht, dass sie irgendwann zusammenbrechen. Es ist, dass sie schleichend bremsen – in kleinen täglichen Reibungsverlusten, in Abrechnungsfehlern, die niemand systematisch erfasst, in Sicherheitslücken, die unsichtbar bleiben, bis sie relevant werden. Der Moment, in dem man merkt, dass die IT ein Problem ist, kommt meistens dann, wenn gerade keine Zeit ist, es zu lösen.


Wir analysieren Ihren Status quo nüchtern und ohne primäres Verkaufsinteresse: Was läuft gut und soll bleiben? Was bremst und soll verbessert werden? Was ist ein Sicherheitsrisiko und muss ersetzt werden? Daraus entsteht kein Pauschalpaket, sondern ein strukturierter Modernisierungsplan – mit klaren Prioritäten, realistischen Zeitfenstern und dem Ziel, den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu unterbrechen.

Leistungsumfang

IT-Infrastruktur-Modernisierung:

Veraltete Server, unsegmentierte Netzwerke, fehlende Firewall, Arbeitsplätze mit abgelaufenen Betriebssystemen – das sind keine seltenen Ausnahmen, sondern der Normalzustand in vielen gewachsenen Praxen. Wir modernisieren gezielt: Server werden ersetzt oder auf Virtualisierung umgestellt, Netzwerkarchitekturen werden segmentiert und dokumentiert, Arbeitsplätze werden aktualisiert oder abgelöst.

Dabei gilt der Grundsatz: Was funktioniert und sicher ist, bleibt. Was modernisiert werden muss, wird in definierten Wartungsfenstern angegangen – mit einem klaren Rollback-Plan für den Fall, dass etwas nicht wie geplant läuft.

PVS-Migration:

Ein PVS-Wechsel ist eine der größten IT-Veränderungen, die eine Praxis durchlaufen kann – und eine der häufigsten, wenn Praxen nach Jahren auf ein modernes System wechseln wollen. Wir begleiten den gesamten Prozess: Ist-Analyse des bestehenden Systems und seiner Datenlage, Testkonvertierung mit echten Daten, vollständige Datenmigration, Schnittstellenprüfung für TI und KIM, Schulung des Teams und begleiteter Go-Live.
Patientenstammdaten, Karteien, Abrechnungshistorien, Befunde, Laborwerte – alles wird so vollständig wie möglich und korrekt übertragen. Kein vermeidbarer Datenverlust, kein ungeplanter Rollback, kein unbegleiteter Start.

Einführung von Managed Services:

Viele Praxen werden reaktiv betreut: Wenn etwas kaputtgeht, ruft man den Dienstleister an. Das ist teurer, störungsanfälliger und für alle Beteiligten anstregender als ein proaktiver Ansatz. Wir führen Managed Services strukturiert ein: Kontinuierliches Monitoring, automatisiertes Patch-Management, aktiver Endpunkt-Schutz und verifizierte Backups – als planbare Monatspauschale, transparent protokolliert.
Für Praxen, die bislang reaktiv betreut wurden, ist die Einführung von Managed Services oft der spürbarste Schritt: Weniger ungeplante Ausfälle, weniger Überraschungsrechnungen, mehr Ruhe im Alltag.

TI-2.0-Vorbereitung:

Die gematik modernisiert die Telematikinfrastruktur grundlegend. Konnektoren, die das neue ECC-Verschlüsselungsverfahren nicht unterstützen, verlieren ihre Gültigkeit – ohne Übergangsfrist. Zertifikate laufen aus. Heilberufsausweise und Praxisausweise müssen erneuert werden. Wer das zu spät angeht, steht ohne TI-Verbindung da.
Wir prüfen Ihre TI-Komponenten, ermitteln Laufzeiten und Handlungsbedarf und entwickeln einen konkreten Upgrade-Pfad: Lokaler Konnektortausch oder Wechsel auf ein TI-Gateway, je nachdem, was zu Ihrer Praxis passt. Frühzeitig geplant ist das ein strukturierter Schritt. Unter Zeitdruck wird es ein teurer Notfall.

Digitale Kommunikation:

Papierbasierte Prozesse, fehlende Online-Terminbuchung, kein KIM-Versand für Arztbriefe, kein digitales Patientenportal – viele bestehende Praxen haben Kommunikationsprozesse, die schon längst digitaler sein könnten. Wir analysieren, wo der größte Hebel liegt und führen digitale Kommunikationslösungen schrittweise ein: KIM-Aktivierung und eArztbrief, Online-Terminbuchung, automatische Erinnerungen, digitale Einwilligungsprozesse. Jede Maßnahme einzeln ein kleiner Schritt, zusammen ein deutlicher Sprung in der Alltagseffizienz.

Warum wir?

Warum Sie von unseren Leistungen profitieren

01.

Analyse vor Aktion:

Wir verkaufen kein Standardpaket, das zur Hälfte passt. Jede Modernisierung beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Was ist der tatsächliche Handlungsbedarf, was sind die Prioritäten, was rechtfertigt Investitionen – und was nicht? Diese Analyse ist die Grundlage für alle weiteren Schritte. Sie verhindert, dass Geld in Maßnahmen fließt, die keinen echten Nutzen bringen.

02.

Minimaler Betriebsausfall:

Eine laufende Praxis kann nicht einfach für drei Tage schließen, damit die IT modernisiert wird. Wir planen Modernisierungen in definierten Wartungsfenstern und entwickeln für jeden relevanten Schritt einen Rollback-Plan.

03.

Langfristige Perspektive:

Wir denken nicht in Projekten, sondern in Partnerschaften. Eine Praxis, die wir modernisieren, betreuen wir danach weiter – mit Monitoring, Support und laufender Pflege. Das bedeutet: Wir haben ein Eigeninteresse daran, dass die Modernisierung wirklich funktioniert, und nicht nur auf dem Papier abgeschlossen ist.

FAQs

Mit einer Bestandsaufnahme. Wir schauen uns Ihre aktuelle IT-Situation systematisch an: Netzwerkarchitektur, TI-Anbindung und Konnektor-Laufzeiten, PVS-Stand, Backup-Situation, Endpunkt-Schutz, Zugriffskonzepte. Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste mit konkretem Handlungsbedarf – geordnet nach Dringlichkeit, Sicherheitsrelevanz und wirtschaftlichem Nutzen. Dann entscheiden Sie, was als Erstes angegangen wird.

Nein. Modernisierung muss nicht als Großprojekt stattfinden. Wir können schrittweise vorgehen – zuerst die kritischsten Punkte, dann die nächsten, in einem Tempo, das zum Praxisalltag passt. Was zählt, ist ein klarer Plan, der Prioritäten setzt und nicht ziellos von Thema zu Thema springt.

Das hängt stark vom Ausgangszustand und dem Modernisierungsumfang ab. Für eine Einzelpraxis mit veralteter Infrastruktur ist ein realistischer Rahmen für eine strukturierte Modernisierung in der Regel zwischen 3.000 und 10.000 Euro einmalig – je nachdem, wie viel Hardware ersetzt werden muss und wie komplex die PVS-Migration ist. Laufende Managed Services kommen als planbare Monatspauschale hinzu. Im Erstgespräch oder nach einer Bestandsaufnahme geben wir eine konkrete Einschätzung.

Ja. Anbieterwechsel sind ein normaler Vorgang, der mit guter Planung reibungslos funktioniert. Wir übernehmen die Dokumentation des bestehenden Systems, klären Vertragssituationen und sorgen für einen Übergang ohne Betriebsunterbrechung. In der Praxis läuft das meist so: Wir führen zunächst eine Bestandsaufnahme durch, entwickeln daraus einen Übergabeplan und setzen ihn in Schritten um – ohne dass die Praxis in eine Versorgungslücke fällt.

Das ist eine häufige Situation. Wenn ein sofortiger PVS-Wechsel nicht realistisch ist, optimieren wir zunächst die Konfiguration des bestehenden Systems – Abrechnungsparameter, Ziffernlogiken, TI-Anbindung – und bereiten parallel den Wechsel strukturiert vor. Ein gut vorbereiteter Wechsel, der in sechs Monaten sauber läuft, ist besser als ein überstürzter Wechsel, der den Betrieb stört.