Eine Arztpraxis ist kein Bürobetrieb. Die IT muss medizinische Geräte einbinden, Telematikinfrastruktur tragen, Patientendaten DSGVO-konform schützen und gleichzeitig so stabil laufen, dass im Praxisalltag möglichst niemand daran denken muss. Das ist eine andere Anforderung als ein Firmennetzwerk für zehn Büroarbeitsplätze – und sie verlangt nach einem anderen Ansatz.
Wir planen, bauen und betreiben Ihre komplette Praxis-IT: Von der Netzwerkarchitektur und Serverstruktur über Arbeitsplätze und Medizingeräte-Einbindung bis zur Datensicherung und Notfalldokumentation. Dabei setzen wir von Anfang an auf Sicherheit by Design, klare Strukturen und eine Architektur, die mit Ihrer Praxis wächst – ohne Systembrüche, ohne Überraschungen, ohne versteckte Abhängigkeiten.
Ob Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder wachsendes MVZ: Wir bauen IT, die trägt.
Das Fundament jeder stabilen Praxis-IT ist ein sauber geplantes Netzwerk. Wir konzipieren VLAN-Strukturen, die Praxisnetz, TI-Netz und Gäste-WLAN konsequent trennen – gematik-konform und nach den Empfehlungen des BSI. Dazu kommt eine Firewall-Konfiguration mit geprüften Regelwerken, die eingehenden und ausgehenden Datenverkehr aktiv kontrolliert. Für Serverumgebungen setzen wir je nach Praxisgröße auf physische Server, Virtualisierungslösungen oder – wo sinnvoll – auf Cloud-Hybridmodelle. Speicherlösungen werden so dimensioniert, dass sie nicht nur heute ausreichen, sondern auch bei wachsendem Datenvolumen durch Bildarchivierung und digitale Akten reichen.
Jeder Arbeitsplatz in der Praxis hat andere Anforderungen. Die ärztliche Workstation braucht schnellen Zugriff auf die Praxissoftware und Bildgebung. Der Empfang braucht zuverlässige Kartenterminals, Drucker und Scanner. Das Diktiersystem muss nahtlos in den Dokumentationsworkflow integriert sein. Wir konfigurieren alle Arbeitsplätze vollständig – Hardware, Software, Benutzerprofil, Berechtigungen – und übergeben sie betriebsbereit. Kein Gerät geht ohne Test in den Echtbetrieb.
PACS, RIS, Ultraschall, Röntgen, EKG, Spirometrie, Endoskopie – medizinische Geräte kommunizieren über eigene Protokolle, eigene Schnittstellen und eigene Anforderungen an die Netzwerksicherheit und Datenpfade. Wir kennen diese Protokolle und verbinden Ihre Medizintechnik sicher und dokumentiert mit der IT-Infrastruktur. Dabei achten wir darauf, dass Bildgebungsdaten den richtigen Weg nehmen – ins PACS, in die ePA, in das PVS – ohne Medienbrüche und ohne manuelle Zwischenschritte.
Patientendaten unterliegen strengen Aufbewahrungs- und Schutzpflichten. Mindestens zehn Jahre müssen Unterlagen aufbewahrt werden – revisionssicher, unveränderlich, jederzeit wiederherstellbar. Wir setzen die 3-2-1-Backup-Strategie konsequent um: drei Kopien, zwei unterschiedliche Medien, eine davon außerhalb der Praxis. Backups werden täglich automatisiert durchgeführt und regelmäßig auf Wiederherstellbarkeit geprüft – nicht nur auf Existenz. Dazu dokumentieren wir Wiederanlaufpläne, die im Ernstfall auch ohne funktionierenden Rechner zugänglich sind.
Eine IT-Infrastruktur, die niemand außer dem Dienstleister versteht, ist ein Risiko. Deshalb gehört zu jedem Projekt eine vollständige IT-Dokumentation: Netzwerkplan, Geräteinventar, Zugangsdaten-Management, Zertifikatslaufzeiten, Wartungszyklen. Wir unterstützen bei der Erstellung eines Notfall-Handbuch, damit Ihr Team im Fall der Fälle durch die wichtigsten Schritte geführt wird, wenn etwas nicht läuft. Die strukturierte Abnahme am Ende eines Projekts stellt sicher, dass alles so funktioniert, wie es geplant war – und dass Sie den Überblick behalten.
Wartezimmer voll, Sprechstunde läuft, keine Zeit für IT-Ausfälle. Unsere Infrastruktur ist darauf ausgelegt, genau das zu verhindern. Wartungsarme Systeme, proaktives Monitoring und definierte Update-Fenster außerhalb der Sprechzeiten sorgen dafür, dass Technik im Hintergrund bleibt – wo sie hingehört.
Sicherheit ist kein Add-on, dass man nachträglich draufsetzt. Wir bauen sie von Anfang an ein: Netzwerksegmentierung, gehärtete Systeme nach BSI-Empfehlungen, Mehrfaktorauthentifizierung für alle kritischen Zugänge und konsequente Umsetzung des Prinzips minimaler Berechtigungen. Wer keinen Zugriff braucht, bekommt ihn nicht. Das schützt Patientendaten und vereinfacht im Ernstfall die Nachweispflichten gegenüber Aufsichtsbehörden.
Neue Behandlungsräume, ein weiterer Standort, der Übergang ins MVZ – Praxen entwickeln sich. Unsere IT-Architekturen sind von Anfang an so geplant, dass Erweiterungen integriert werden können, ohne das bestehende System neu bauen zu müssen. Kein Systembruch, keine Betriebsunterbrechung, keine bösen Überraschungen.
Ja. Wir analysieren zunächst den Status quo – Netzwerkarchitektur, Sicherheitskonfiguration, Backup-Situation, TI-Anbindung – und entwickeln einen realistischen Plan für Übernahme und ggf. gezielte Modernisierung. Ein Komplettaustausch ist selten nötig; meistens geht es um strukturierte Verbesserung des Bestehenden.
Wir planen und begleiten Umzüge vollständig: Netzwerkkonzept für den neuen Standort, Abbau und Wiederaufbau der IT, Datenmigration, TI-Anbindung am neuen Ort und strukturierte Abnahme vor dem ersten Betriebstag. Ziel ist immer: Der erste Tag mit Patienten im neuen Standort läuft reibungslos.
Wir setzen auf bewährte, praxiserprobte Lösungen wie z.B. NinjaOne für Monitoring und Automatisierung, Bitdefender GravityZone für modernen Endpunkt-Schutz mit EDR-Funktionalität, Hornetsecurity für Backup und E-Mail-Sicherheit, Linogate Praxiswächter für TI-konforme Netzwerksicherheit. Alle Produkte sind aufeinander abgestimmt und in medizinischen Umgebungen erprobt.